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Abgeschreckt – Über den Wettkampfgedanken, Leistungsdruck und Motivation

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Als professionelle Trainer im Bereich „Personal Fitnesstraining“ haben uns schon des Öfteren Gedanken gemacht, wie man Kunden für und durch das Training richtig motivieren kann.

Viele Menschen braucht man nicht groß zu motivieren, denn sie bringen ihre eigene Motivation und Begeisterung für den Sport schon mit sich. Aber auch über diese Gruppe müssen wir sprechen, wenn wir herausfinden wollen, wie sie sich motivieren oder wodurch sie sich so motiviert fühlen Sport zu treiben.

Wir alle kennen große Helden aus dem Sport, die ihre Leistung bis an ihr körperliches Limit führen und sich und ihre Erfolge an den Höhepunkten ihrer Karriere messen lassen und nicht etwa daran wie gesund durch den Sport sind, wie lange sie es bleiben oder wie lange sie Spaß am Sport haben. Für die Rekordsportler in unserer Welt sind sicherlich Ruhm, Ehre, Eifer, Stolz und Erfolg und Kampf wichtige Faktoren die in ihrer Laufbahn eine Rolle spielen dürften.

Nun sind wir als Trainer nicht im Wettkampf- oder Spitzensport tätig. Unsere Ausrichtung ist präventiv und rehabilitativ und damit der Gesundheit stets zuträglich. Das was unsere Kunden zu Bewegung motiviert ist stets vernünftige Argumentation, Vorausschau und Mittelmaß, zumindest wenn man den Spitzensport als Referenzwert nutzt.

Wir sind uns im klaren darüber, dass viele ultimativen Sportler, deren Rekorde, Videos, Fotos und Werbung abschreckend wirken kann. Man bekommt ja nicht nur top aussehende Photoshop Bilder auf Plakatwänden und Internetseiten präsentiert, die einem bewusst und unbewusst falsche Vorstellungen über das eigene Körperselbstverständnis einprägen, sondern auch im Sport wird man dauernd nur mit extremen Beispielen und somit falschen Vorbildern konfrontiert.

Auch wir nutzen für unsere Werbung Vorbilder um zu motivieren. Aber es muss eine Grenze haben. Es kann ja nicht sein, dass Werbung und Realität immer eine enorme Unterschied abbilden, oder doch? Meist ist es leider so. Werbung wird nachgebauten mit Produkten aus Plastik abgedreht, Bilder von Models nach bearbeitet und Fitness- und Trainingsgeräte oft von Modells beworben die selbst gar nicht mit dem Produkt trainieren und auch sonst keine Trainer oder in die Zielgruppe passen.

Wir haben eine kleine spielerische Fotoreihe geschaffen. Sie spielt mit der Differenz der Vorbilder, ihren extremen Leistungen und dem was, wie und mit wem wir unsere Trainings durchführen. Es geht uns darum aufzuzeigen, dass wir keinen falschen Vorbildern hinterher hecheln möchten, sondern jeden Kunden und dessen individueller Vorstellung von Gesundheit, Wohlbefinden und Fitness gerecht werden wollen und um Raum zu geben genau diese Vorstellungen zu fördern und zu erfüllen.

Die Bilderreihe nennt sich „abgeschreckt“ und zeigt bildlich ein uns wohl bekanntes extremes Beispiel von Sport und Bewegung. Aber wir wollen hier das Gegenteil von der sonst in der Werbung erwünschten Assoziation erreichen. Wir möchten nämlich, dass unsere Kunden verstehen, dass sie bei uns ernst genommen werden. Es geht um Transparenz. Die Sport- und Fitnessbranche ist oft sehr oberflächlich und verlogen. Wir haben es stets als sehr wichtig empfunden auch aufzuzeigen, dass es absolut vernünftig ist Sport eben auch in gemäßigter Intensität zu betreiben.

Wir freuen uns darüber, wenn mehr Menschen es schaffen Bewegung in ihren Alltag zu integrieren, am Ball zu bleiben, gesundheitlich zu profitieren, sich gut zu fühlen, durch Sport glücklicher zu leben und nicht das Gefühl zu bekommen ständig mehr Leistung bringen zu müssen.

 

Gerade der Sport gilt heutzutage noch immer oft als etwas das sich die Leistung „immer“ progressiv und vor allem quantitativ steigern muss.

Ziele sind immer:

Noch weiter zu werfen; noch höher zu springen; noch schwerer zu heben; noch schneller zu laufen und und und.

Anderes verhalten sich natürlich Sportarten wo es vermehrt um qualitative Leistungen geht: Wurf- & Schuss-Genauigkeit beim Hand- und Fußball, der Technik beim Turmspringen oder Ballett oder Kampfkunst.

 

Wir dagegen fragen uns warum wir im Sport nicht andere Ziele, die eher für das Leben selbst sinnvoll sein können verfolgen:

Sich durch die körperliche Aktivität besser zu fühlen; den Sport besser in den Alltag integrieren zu können; regelmäßiger zu treiben oder noch mehr Spaß und Lebensfreude durch die Bewegung zu erlangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier sind aber nun ein paar dieser Bilder mit denen wir unsere Botschaft für

sinnvolleren und gesünderen Sport auf ironische Weise hinaus tragen möchten.

Über den Autor

Benjamin Russ

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